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Von der Idee zur Wirklichkeit

Die Geschichte des Ansgarhauses

 

 

1967 bot die Stadt Hannover den freien Wohlfahrtsverbänden das Grundstück in der Olbersstraße an, zu dem Zweck, darauf eine Alteneinrichtung zu bauen. 1968 machte dann das Sozialamt den Vorschlag, im Stadtteil Döhren zwei Altenheime
zu bauen. Mit diesem Vorschlag waren die Döhrener Gemeinden nicht glücklich. Zwei Altenheime in unmittelbarer Nachbarschaft waren, so fanden sie, keine
gute Lösung.


Und so wurde beschlossen, das erste oekumenische Altenzentrum der Bundes-republik zu bauen. Man entwickelte erstmals ein Modell, nach welchem alten und pflegebedürftigen Menschen konfessionsübergreifend ein zu Hause geboten werden sollte, in dem sie ihre Gemeinsamkeiten finden und tolerant miteinander leben konnten. In der damaligen Zeit, in der noch sehr genau darauf geachtet wurde,
welcher Konfession der Einzelne angehörte, war dies ein fast schon revolutionärer, Gedanke, der auch Kritiker auf den Plan rief.

Aber man ließ sich nicht beirren und, nachdem ein Grundstück von der Stadt Hannover gestellt und Caritas
und Innere Mission in Boot geholt wurde, konnte 1974 der Grundstein gelegt werden. Dies kann man der
Urkunde über die Grundsteinlegung, die im Anhang zu finden ist, entnommen werden. Im November 1975 wurden die ersten Altenwohnungen bezogen, im Frühjahr 1976 wurden die Pflegestationen belegt und die Therapeieinrichtungen in Betrieb genommen. Am 12. Juni 1976 fand die festliche Weihe der Kapelle statt,
die Eröffnung durch den Niedersächsischen Sozialminister Hermann Schnipkoweit erfolgte am 14.06.23.

Das Ansgarhaus wird bewusst christlich geführt. Zugleich ist es  so tolerant, dass auch Nichtchristen hier gerne „in einem Haus, dass bewusst christlich geführt und von Toleranz erfüllt ist, ihren Lebensabend ver-bringen“, so einer der Gründungsväter bei der Einweihung.

Und so ist es bis heute geblieben. Bewohner der verschiedensten Glaubensrichtungen leben hier unter einem Dach, bilden eine Gemeinschaft, unabhängig von ihrer Konfessionszugenörigkeit.

Im Jahr 2005 wurde ein Erweiterungsbau hinzugefügt, so dass im Ansgarhaus nunmehr 102 Pflegebetten für überwiegend Schwerstpflegebedürftige zur Verfügung stehen.

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